Toshi Nishino

Licht- & Schattenseiten

„Ich bin hier ganz allein“ – war einer der frühesten Kindheitsgedanken, an den sich Toshi erinnern kann.  Als halbjapanisches Kind in einer norddeutschen Familie fiel ihm seine Andersheit sehr schnell auf. Dieses Gefühl nährte seine inneren Dämonen – diese inneren Dämonen, die in jedem Menschen vorhanden sind. Der fehlende Kontakt zu seiner japanischen Herkunft intensivierte diesen Zustand. Hinzu kam, dass der Großteil seiner Familie sich als sehr destruktiv herausstellte. Als er ein Kleinkind war, erkrankte seine Mutter so schwer an Krebs, dass sie für Jahre im Krankenhaus und in Pflege war. Einen Großteil lebte er bei seiner Großmutter, die sich als eine der HeldInnen für ihn herausstellte. Toshi lernte damals eigentlich keine Mitte kennen, nur die Extreme – Helden und Dämonen.

Als seine Mutter wieder selbstständiger wurde, er war etwa neun, eskalierte die Stimmung in der Familie - seine Mutter zog mit Toshi aus seiner Heimatstadt Lübeck weg. Die bekannte Umgebung und seine Oma hinter sich lassend fiel Toshi in eine Art Isolation und seine inneren Dämonen wurden mit der Zeit stärker. Im Teenageralter fokussierte er sich dann umso mehr auf den Freundeskreis, welcher sich immer stärker in einen gesellschaftlich dunklen, gewalttätigen Bereich entwickelte. Seine Dämonen konnten sich entfalten und Toshi fand Gefallen an seiner dunklen Seite. Zu dieser Zeit erkannte er die Stärken in sich, jene Fähigkeiten, in denen er besser war als alle anderen. Ihm wurde bewusst, dass auch in seinen dunklen Anteilen Stärken liegen. Als ein Freund verstarb, wurden ihm Destruktion und Realität immer klarer. Diese Stärken, die gerade auch aus seinen Dämonen hervorgehen, sind nicht zwangsläufig böse – es kommt darauf an, wie Toshi sie einsetzt.  Wir allein haben es in der Hand.

 

Im Grunde genommen möchte er seine Fähigkeiten und Erfahrungen einsetzen, um Menschen und den Tieren, der Natur, also seiner Umwelt, zu helfen. Toshi glaubt, im Kern ist es für jeden erfüllend anderen zu helfen, einen Beitrag zu leisten! Du musst nur erkennen wie Du das kannst, und folgend, was genau in dir steckt.

Toshi hat sukzessive erkannt, dass er von viel extremerer Dualität durchdrungen ist, als es gewöhnlich ist, Helden und Dämonen leben in ihm und es gilt diese zu vereinen. Verdrängte oder unbewusste Helden und Dämonen zu erforschen, diese für sich und den richtigen Zweck zu nutzen, wurde ihm persönlich bewusst. Es sollte aber noch ein langer Weg werden, das umfassende große Ganze dahinter zu erkennen und umzusetzen, die Macht der Synergie.

Im Architekturstudium hat er erstmals bemerkt, dass eine starke Rivalität zwischen den Architekten und den Ingenieuren besteht. Das hat Toshi im ersten Moment  sehr gewundert, da beide Parteien für den Projekterfolg elementar sind. Er hat dann neben dem Studium als Architekt gearbeitet, und siehe da – die Ingenieure waren tatsächlich (gefühlt) so etwas wie unsere „Dämonen“. Nun sind aber weitere Komponenten hinzugekommen – auch die Wirtschafter und Juristen waren wie Dämonen für die architektonischen Arbeit. Normen, Budgets, Statik und so weiter schienen zu beschränken und zu blockieren. Toshi hat daraufhin begonnen Baumanagement zu studieren. Sehr schnell wurde ersichtlich, wie wenig ernst die Architekten genommen wurden – da neben der technischen Grundqualifikation, die ästhetische und auch psychologische Arbeit mitschwingt. Interessant ist, dass beide Berufsgruppen eine unterschiedliche Sprache sprechen – und dass, obwohl sie eigentlich in derselben Branche, im selben Bereich, daheim sind.

Toshi hat folgend im operativen Baumanagement gearbeitet und zu seinem eigenen Erstaunen den Berufsethos konsequent mit übernommen. Sehr interessant ist, dass oftmals aus Perspektive der Ingenieure sowohl die Architekten als auch die wirtschaftlichen und die juristischen Ansichten, als Dämonen betrachtet werden können. Es stecken also nicht nur in ihm Helden und Dämonen, sie sind überall da Draußen -  Alles ist Wechselwirkung.

Toshi konnte sich dann aber wieder zurück in die Architektur versetzen, die Perspektive wieder einnehmen und sich in die Bedürfnisse, sowie Ängste und Stärken seines Gegenübers einfühlen – da begann die Macht der Synergie! Das war großartig, davon wollte Toshi mehr. Er hat Wirtschaftsrecht zu studieren begonnen, um auch die anderen Seiten zumindest besser verstehen zu können. Im juristischen Bereich hat er erkannt, dass grundsätzlich jeder als Dämon betrachtet werden kann. Es kann alles ausgelegt, also interpretiert und subsummiert werden, sodass jeder ein Dämon, aber auch jeder ein Held sein kann. Toshi hat dann begonnen als Projektleiter auf der Bauherrenseite zu arbeiten – mit dem Wissen und Verstehen der anderen Seiten hatte er einen enormen Vorteil. Die Macht der Synergie anzuwenden bedeutet nicht, alle Berührungspunkte zu erforschen und komplett zu durchdringen, sondern sie erst einmal zu erkennen und dann damit zu arbeiten – und da liegt Toshis Expertise als Synergie-Architekt.  

An diesem Punkt hat Toshi bereits die Synergie gelebt und erkannt, was dank ihr wirklich möglich ist. In Verbindung mit der persönlichen Erkenntnis über die Macht der Synergie, ist ihm klar geworden, dass die Synergie in jeder Tätigkeit und jedem Menschen gefunden werden kann.  Wo Licht ist, ist auch Schatten - verdrängte oder gar unbewusste Dämonen. Wenn wir diese mit den Helden in uns und unseren Tätigkeiten zu einem Team machen, können wir alle unaufhaltsam werden.

Toshi Nishino

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